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Forschung

Pulvermetallurgischer Spritzguss

 

Das Metallpulverspritzgießen (Metal Injection Moulding, MIM) ist ein endkonturnahes Formgebungsverfahren zur Herstellung geometrisch komplexer Bauteile, das die Vorteile der Sinterwerkstoffe mit der Möglichkeit der Formgebung der Kunststoffspritzgießtechnik kombiniert. Hierbei wird Metallpulver mit einer organischen Binderphase gemischt, erwärmt und analog zum Kunststoffspritzguss in eine Form gespritzt. Es folgt das Herauslösen der Binderphase mit Hilfe von Lösungsmitteln und/oder thermischer Prozessführung und die Verdichtung des Pulvers durch einen sich anschließenden Sinterschritt. Das Wegfallen aufwändiger Nachbearbeitungsschritte und die Materialeinsparung machen dieses Herstellungsverfahren nach derzeitigem Stand der Technik zu einer kostengünstigeren Alternative gegenüber konventionellen Fertigungsprozessen. Pulvermetallurgisch hergestellte Bauteile werden heute in nahezu allen Bereichen der Technik eingesetzt.

Die aktuellen Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf das Metallpulverspritzgießen von Nickelbasis-Superlegierungen und Eisenbasis-ODS-Legierungen. Aufgrund ihrer herausragenden mechanischen Eigenschaften bei hohen Temperaturen und ihrer hohen Korrosions- und Oxidationsbeständigkeit eignen sich diese beispielsweise für den Einsatz in stationären Gasturbinen und Flugzeugtriebwerken.

Aktuelle(r) Bearbeiter:

Andreas J. Meyer, M. Sc.
Naicheng Sheng, Ph.D.

Publikationen: